Städtischer Musikverein Neuss 1844 e.V.
     

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Historie

Ein kurzer Blick auf die Geschichte des Städtischen Musikvereins:

Im Jahre 1844 taten sich in Neuss einige junge Männer zusammen, um gemeinsam zu musizieren. Sie gründeten den Neusser "Männergesangverein", der in den ersten Jahren allerdings wenig in die Öffentlichkeit trat. Einen Aufschwung erlebte der Chor ab 1849 durch das Wirken des erfahrenen Leiters Friedrich Hartmann. Der Männergesangverein nahm in den Folgejahren mehrfach mit guten Erfolgen an Gesangswettbewerben teil. Herausragend ist hier das Jahr 1852, in dem der Chor für das "bestgesungene komische Lied" nicht nur den ersten Preis, sondern ein von den Künstlern Andreas Achenbach und Emanuel Leutze gemaltes Bild gewann. Dieses Bild "Wein, Weib und Gesang" befindet sich heute im Clemens-Sels-Museum. Darüberhinaus durfte sich der Chor durch Beschluß des Neusser Stadtrates "Städtischer Männergesangverein" nennen; der Leiter erhielt den Titel "Städtischer Musikdirektor".

Nach einem Aufruf an die Neusser Damenwelt trat dem Männergesangverein im Jahre 1857 ein Damenchor zur Seite. Als erstes gemeinsames Oratorien-Konzert dieses "Städtischen Männer-gesangvereins mit Damenchor" wurde Haydns "Die Schöpfung" aufgeführt. Dies begründete die Tradition des heutigen Chores als Oratorienchor. Er nannte sich im Jahre 1938 um in "Städtischer Musikverein Neuss e.V.", später (1954) in "Städtischer Musikverein Neuss 1844 e.V.".

Eine besondere Ehre wurde dem Städtischen Musikverein Neuss zuteil, als er im Jahre 1957 in einem Festakt in der Kölner Messe durch den damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss die Zelter-Plakette verliehen bekam.

Seit 1934 arbeitet der Städtische Musikverein Neuss partnerschaftlich zusammen mit dem "Musikverein Grevenbroich 1927 e.V.". Der Grundstein wurde vom damaligen gemeinsamen Leiter Konrad Wassenberg (Leitung 1934 bis 1968) gelegt, der damit das Ziel verfolgte, größere Werke aufführen zu können. Das erste gemeinsame Werk war "Der Messias" von G.F. Händel, das am 25.5.1935 in der Bürgergesellschaft zu Neuss zur Aufführung gebracht wurde.

Die beiden Chöre werden juristisch als getrennte Vereine geführt, bilden musikalisch aber eine feste Chorgemeinschaft. Zu den Highlights des gemeinsamen Weges gehören die Mitwirkung bei der Eröffnung der Neusser Stadthalle (1961) und die Beteiligung beim Stadtjubiläum "2000 Jahre Neuss" (1984). Die inzwischen zur Tradition gewordene Zusammenarbeit wurde und wird von den nachfolgenden Chorleitern Walter Becker (Leitung 1968 bis 1992) und Wolfgang Wassenberg (Leitung ab 1992-2013) und Christian Parsiegel ab 2014 fortgeführt.

Die Chorgemeinschaft wurde zum 31.12.2017 vom Musikverein Grevenbroich aufgelöst.

Der Städtische Musikverein Neuss 1844 e.V. wird unter der Leitung von Herrn Christian Parsiegel weitere Konzerte geben.

 

Literatur:
J. Schmitz, 1894: Geschichte des Städtischen Männer-Gesang-Vereins von Neuss 1844 - 1894.

Monatsschrift des Städt. Männer-Gesang-Vereins u. Damenchors Neuß,
Dezember 1924: Sonder-Nummer aus Anlaß des 80jährigen Bestehens.

Dr. Max Tauch: Das Preisbild des Düsseldorfer Malkastens für den Neusser Männer Gesangverein.
Neusser Jahrbuch für Kunst, Kulturgeschichte und Heimatkunde, 1969.

Hilde Müller, 1984: 140 Jahre Städtischer Musikverein Neuss 1844 e.V.

150 Jahre Städtischer Musikverein Neuss 1844 e.V., 1994: Vereinsgeschichte.